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Finnlandaustausch
„Finnenwoche“ an der KGS Schöne Autos und viel Milch

„All die schönen Autos und wie friedlich es in Deutschland ist“ – das überraschte Ville-Veiko, finnischer Austauschschüler an der KGS besonders. Peppi hingegen wunderte sich dagegen über die viel strengeren Regeln an unserer Schule: in Finnland dürften sie das eigene Smartphone, Tablets und Computer im Unterricht benutzen. Gelegenheit für viele Eindrücke und Vergleiche hatten diese beiden zusammen mit elf weiteren Mitschülern und ihrer Lehrerin Annu Riekkola bei ihrem Gegenbesuch vom 12. bis 18. April 2015 an der KGS Neustadt. Ihre deutschen Partnerschüler hatten bereits im September für eine Woche die Partnerschule Lyseon Lukio in Hämeenlinna im Süden Finnlands besucht und waren ganz begeistert von dort zurückgekehrt.

Auf die Finnen und ihre Austauschpartner wartete eine bunte und unerwartet sonnenreiche Wiedersehenswoche mit Sightseeing-Touren nach Hannover und Bremen, Unterricht an der KGS inklusive Mensabesuch sowie abwechslungsreicher Abendgestaltung. Begeistert kamen die Finnen von ihrem Zoobesuch in Hannover zurück, denn in Finnland gibt es Zoos dieser Art und in dieser Größenordnung allein schon wegen der klimatischen Bedingungen nicht. Eine Besonderheit in diesem Jahr war auch, dass Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 im Rahmen eines Projekts eigens für diesen Oberstufenaustausch eine Schul- und eine Stadtführung durch Neustadt in englischer Sprache entwickelt haben, um so die Finnen willkommen zu heißen. So wurden die finnischen Gastschüler dann bei einer Rallye in der Stadt gesichtet, wo sie z.B. kostenlose Parktickets aus den Automaten gezogen, Fitnessgeräte im Park getestet oder lustige Selfies an Brücken und Brunnen gemacht haben.

Seit mittlerweile acht Jahren gibt es dieses Austauschprogramm an der KGS, das von Tiina Alonen-Lindenlaub, Deutsch- und Englischlehrerin an der KGS und selbst Finnin, ins Leben gerufen wurde. Unterstützt wird sie seit einigen Jahren von ihrem Kollegen Lars Wellbrock, der an der KGS Latein und Geschichte unterrichtet und den Norden Europas schon häufig bereist hat. Für die Schülerinnen und Schüler ist dieser Austausch eine gute Gelegenheit, ein Land mal abseits der touristischen Routen kennen zu lernen und eine Woche in einer Gastfamilie zu leben. Im Idealfall entstehen daraus Freundschaften, die lange halten. „Kuriose und seltsame Situationen“ oder „kulturelle Schockmomente“ habe es keine gegeben, meinen die KGS-Schülerinnen Schirin und Luisa am Ende der „Finnenwoche“. Und auch wenn die Finnen komischerweise „Milch zu jeder Tageszeit“ trinken würden, sei es „eine mega tolle Zeit mit einer total coolen Gruppe“ gewesen, sagt Lotta. „Ich ziehe so viele positive Erfahrungen und Erinnerungen aus diesem Austausch, wie z. B. die vielen tollen Menschen, die ich kennen gelernt habe. Auch bin ich einfach nur begeistert von Finnland und den Finnen. Es ist so ein ruhiges, schönes Land und dort leben so freundliche und relaxte Menschen, dass ich schon neidisch bin, nicht dort zu wohnen“, resümiert Schirin ihre Austauscherfahrungen. Luisa hingegen sei durch den Besuch in Finnland „auf den Saunageschmack gekommen“. Vielleicht ist sie da auch auf das Geheimnis gestoßen, warum die Finnen so „relaxt“ sind…