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Austausch mit Besançon

Vom 15.4. bis zum 24.4.2015 war zum ersten Mal eine Schülergruppe des Collège Lumière in Besançon (Region Franche-Compté, eine an die Schweiz grenzende Nachbarregion der Bourgogne) im Rahmen des Schüleraustauschs zu Gast an der KGS Neustadt. Der Besuch von 25 Schülern und Schülerinnen des 9.Jahrgangs der KGS in Besançon hat bereits im Oktober 2014 stattgefunden.

Im Anschluss an den Besuch erreichten uns folgende Zeilen:

Impressionen vom ersten Besuch in Neustadt – die KGS aus Sicht einer französischen Austauschlehrerin

*1550 Schüler in einer Schule? - aus Sicht einer französischen Lehrerin aus Besançon erwartet man ein imposantes Gebäude, einen Massenbetrieb! Mein Staunen war groß, als wir am ersten Tag unseres Besuches an der KGS Neustadt morgens auf dem Lehrerparkplatz ankamen und uns der Schule näherten. Durch die besondere architektonische Struktur der KGS in einer parkähnlichen Anlage ist es gelungen, die Größe in menschliche Dimensionen aufzuteilen. Dieses Prinzip wird im Innenbereich fortgesetzt, wo die Schaffung vieler unterschiedlich gestalteter räumlicher Bereiche für die verschiedenen Funktionen eine Art einladende Schullandschaft entstehen lässt. Sehr gut hat uns auch das Farbkonzept gefallen, das in die modernen Linien wohltuende Wärme bringt. Bei der Besichtigung der gesamten Schule wird klar, wie sehr, ganz anders als in Frank-reich, Alters entsprechend auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen wird: Ein auch für größere, besonders aber für unsere französischen Schüler sehr attraktiver Spielplatzpausenhof, eine Half Pipe, ein Schlecht- Wetter-Fußballplatz (Freiluftsporthalle)und der „Schülerwald“ sorgen für ausreichende Bewegungsmöglichkeiten, die für Kinder und Jugendliche so wichtig sind und an den meisten französischen Schulen überhaupt nicht existieren. Die Franzosen kamen aus dem Staunen nicht heraus. Unsere beengte Innen- stadtschule hat zwei kleine Schulhöfe, auf denen es überhaupt keine Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Außerdem gehen die Unterrichtsstunden oft bis 17.30 Uhr, kein Wunder, dass die Schüler da oft gereizt und unkonzentriert sind. In dem großräumigen Lehrerzimmer haben wir die netten, aufgeschlossenen und am Austausch interessierten Kolleginnen und Kollegen kennen lernen können, und ich freue mich, mich in Zukunft noch oft mit ihnen austauschen zu können. Die in diesem Jahr verantwortlichen Kolleginnen Frau Deister und Frau Wille haben uns mit einem sehr schönen Programm empfangen, das sowohl für uns Begleiter als auch für die Schüler höchst interessant und attraktiv war. Ich danke auch der Schulleitung für ihre Gastfreundschaft und die verständnisvolle Unterstützung unseres Projekts, ohne die es sehr viel schwieriger wäre, einen so gelungenen Austausch zu Stande zu bringen. * (Giselinde Clerc, Besançon)