Krankmeldungen
Allgemeines

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  1. Grundsätze

    Jedes Unterrichtsversäumnis eines Schülers muss von der Schule registriert und aktenkundig gemacht werden, auch stundenweises Fehlen.
    Die Erziehungsberechtigten anderseits sind verpflichtet, jedes Schulversäumnis ihres Kindes in Form von Entschuldigungen zu begründen.
    Fehlt ein Schüler unentschuldigt, muss man davon ausgehen, dass die Erziehungsberechtigten von dem Unterrichtsversäumnis keine Kenntnis hatten. Es ist daher unbedingte Pflicht der Schule, bei unentschuldigtem Fehlen eines Schülers die Eltern zu informieren, um Entschuldigungen zu erhalten und um ihnen die Möglichkeit zu geben, auf einen regelmäßigen Schulbesuch des Kindes hinzuwirken.

  2. Registrierung fehlender Schüler

    Fehlende Schüler sind zu Beginn jeder Stunde in die dafür vorgesehene Spalte des Klassenbuches oder des Kursheftes einzutragen. Einschränkungen auf bestimmte Stunden können vermerkt werden. Diese Verpflichtung zur Registrierung gilt für alle Lehrkräfte, auch und gerade für Fachlehrer und im Vertretungsunterricht. Der Lehrer, dem eine Entschuldigung vorliegt (in der Regel der Klassenlehrer), kennzeichnet den entsprechenden Schülernamen mit einem (e). Liegt diese Kennzeichnung nicht vor, muss davon ausgegangen werden, dass der Schüler unentschuldigt gefehlt hat.

  3. Information des Klassenlehrers

    In der Regel nimmt der Klassenlehrer Entschuldigungen entgegen und verständigt bei unentschuldigten Unterrichtsversäumnissen die Eltern. Eine wirksame Kontrolle der Unterrichtsversäumnisse setzt daher voraus, dass der Klassenlehrer unmittelbar davon verständigt wird. In allen Fächern, in denen fehlende Schüler nicht im Klassenbuch registriert werden, dass der Klassenlehrer regelmäßig einsieht, muss unbedingt das folgende Verfahren eingehalten werden:

    1. Der Fachlehrer trägt den Schüler in die entsprechende Spalte des Kursheftes ein (siehe 2.).
    2. Er füllt außerdem das Versäumnis-Formular aus und stellt es dem Klassenlehrer zu.
    3. Der Klassenlehrer überprüft die Liste und trägt gegebenenfalls fehlende Schüler mit Kennzeichnung (e) oder ohne Kennzeichnung in das Klassenbuch ein. Er kennzeichnet die Schüler entsprechend auf dem Formular und gibt es dem Fachlehrer zurück.
    4. Der Fachlehrer sammelt die Versäumniszettel, um im Bedarfsfall bei der Zensurengebung für jede Fehlstunde Beweise für eine Leistungsverweigerung, die mit ungenügend bewertet werden kann, vorlegen zu können.

    Die Formulare stehen im „Postflur“ zur Verfügung.

  4. Entschuldigungen

    Ein Schüler gilt als entschuldigt, wenn dem Klassenlehrer sein Fehlen glaubhaft begründet wird. Grundsätzlich muss zur Dokumentation immer eine schriftliche Bitte um Entschuldigung der Erziehungsberechtigten vorgelegt werden. Besteht der Verdacht von Nachlässigkeit oder gar eines Missbrauchs, so kann der Klassenlehrer in Rücksprache mit der Schulzweigleitung die Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Attestes verlangen. Geben schriftliche Entschuldigungen Anlass zu Bedenken, sind sie vom Klassenlehrer zu sammeln.

  5. Verfahren bei Verdacht auf Schulschwänzen

    Besteht der Verdacht, dass ein Schüler unberechtigterweise dem Unterricht fernbleibt, muss sich der Klassenlehrer unbedingt mit den Erziehungsberechtigten in Verbindung setzten, Entschuldigungen von ihnen anfordern und sie notfalls auf ihre Verpflichtung hinweisen, für einen regelmäßigen Schulbesuch des Kindes zu sorgen.
    Es empfiehlt sich, dass der Klassenlehrer einen Vermerk über derartige Hinweise anlegt. Von Schriftstücken sind Kopien bei den Schülerakten aufzubewahren.
    Wenn eine solche Kontaktaufnahme ergebnislos verläuft, ist der zuständige Schulzweigleiter zu informieren, der nun von sich aus noch einmal mit einer entsprechenden Aufforderung schriftlich an die Erziehungsberechtigten herantritt.
    Wiederholt sich dennoch das ungerechtfertigte Fehlen des Schülers, müssen die Eltern erneut benachrichtigt werden, bevor der Schulleiter mit einer Anzeige über die Kommune ein Bußgeldverfahren gegen die Erziehungsberechtigten und den Schüler/die Schülerin einleiten kann.
    Diese Anzeige setzt voraus, dass jedes Schulversäumnis des Schülers und jede Maßnahme der Schule aktenkundig ist. Neben dem Verfahren empfiehlt es sich, bei hartnäckigem Schulschwänzen rechtzeitig den Beratungsdienst oder die Sozialpädagogen einzuschalten.

  6. Beurlaubungen

    Beurlaubungen eines Schülers (bis zu 4 Wochen) spricht grundsätzlich der Schulzweigleiter aus. Es bestehen jedoch keine Bedenken, wenn der Klassenlehrer in eindeutigen Fällen für einzelne Tage oder Stunden eine Unterrichtsbefreiung genehmigt.
    Ausgenommen bleiben jedoch Beurlaubungen unmittelbar vor oder nach den Ferien, die dem Schulzweigleiter vorbehalten bleiben, weil hier sehr strenge Maßstäbe angelegt werden.
    Beurlaubungen, zu denen auch geplante Arztbesuche zählen, sind in jedem Fall im Vorfeld zu beantragen. Eine Genehmigung kann auch versagt werden.

Das Verfahren

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Alle Fehltage der SuS - ob entschuldigt oder unentschuldigt - müssen im Zeugnis ausgewiesen werden. Einzelne Fehlstunden können nicht im Zeugnis auftauchen. Da dieses in der Regel geschwänzte Stunden sind, sind sie im Sozialverhalten zu berücksichtigen und/oder erscheinen ggfs. als Bemerkung, z.B. in der Form „Kunigunde muss pünktlicher zum Unterricht erscheinen".
Eltern müssen am 1. Versäumnistag (noch vor Beginn der 1. Stunde) die Schule über das Fehlen ihres Kindes informieren und dazu folgende Telefonnummer anwählen: 05032/9522-41 (Anrufbeantworter Tag und Nacht). Spätestens am dritten Tag muss der Schule eine formlose schriftliche Entschuldigung vorliegen. Ist das Kind über drei Tage hinaus krank, muss die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer am ersten Tag, an dem das Kind wieder am Unterricht teilnimmt, zusätzlich eine schriftliche Entschuldigung über den Grund und die Dauer des Fernbleibens erhalten (=Aktualisierung). Auch wenn das Kind an einzelnen Stunden im Unterricht nicht teilnimmt (z.B. Sport), muss am Folgetag eine schriftliche Entschuldigung vorgelegt werden. Bei unentschuldigtem Fehlen in Einzelstunden müssen die Stunden nachgeholt werden.

WANN?
Feststellung gehäufter entschuldigter sowie auch unentschuldigter Fehlzeiten durch Klassenlehrer

WIE?
Klassenlehrer => Gespräch mit Eltern
Ziel => Treffen einer schriftlich festgehaltenen Vereinbarung zur Reduzierung der Fehlzeiten des Schülers / der Schülerin (zeitliche Fristsetzung)